Reise des Hochkircher Kulturfördervereins e.V. nach Prag 

 

 

                                                                                                                     

 

Die Mitglieder des Kulturfördervereins wollten nach vielen Anstrengungen wieder einmal entspannen. Die Fragen: was ? wie ? und wo ? standen im Raum.

Ein Reiseveranstalter hatte ein interessantes Angebot:

„Eine Nacht auf der Moldau“ - zwei Tage Prag.

Die Zustimmung war sofort groß. Die Reise wurde gebucht.

Nun kam das für alle unvorhersehbare Ereignis, der Virus schränkte das Leben total ein. Die Tschechische Republik machte ihre Grenzen dicht, voraussichtlich für zwei lange Jahre. Die Träume waren geplatzt. Was nun ?

Doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt ! Überraschend kam ein Anruf vom Veranstalter: Die Reise kann unter Auflagen stattfinden. Skepsis ! Was würde uns erwarten? Die große Mehrheit der Mitreisenden wollte sich diese Möglichkeit nicht entgehen lassen.

Am Sonnabend, den 27. Juni 2020 trafen wir uns alle bei strahlendem Sonnenscheinin in Hochkirch. Die Gedanken jedes Einzelnen konnte man erahnen. Dann kam der Bus. Der Chef des Reiseunternehmens begrüßte uns sehr herzlich. Auch ihm viel ein Stein vom Herzen – die erste Reise seit vielen Wochen.

In Prag erwartete uns schon unser tschechischer Reiseleiter. Das im voraus Versprochene wurde Wirklichkeit – Martin war eine Perle. Kurz erläuterte er den Ablauf und dann ging es los. Zuerst zum Letna-Park. Dort wurde uns ein Picknick serviert. Ein kurzer Spaziergang und ein herrlicher Blick über Prag lies uns viele Sorgen und die Anspannung der letzten Zeit vergessen.

Die Straßen von Prag waren ungewöhnlich leer. Unser Bus kam gut voran. Am Strachov-Kloster war wieder ein Ausstieg. Von dort wieder ein herrlicher Blick auf die Stadt und den Hradschin. Großes Interesse gab es für das Gebäude der Deutschen Botschaft. Erinnerungen an den Sommer 1989 kamen auf. Tausende Menschen haben von dort ihren Weg in die Bundesrepublik angetreten.

Eine weitere Station, die bei keinem Pragbesuch fehlen darf – das Areal des Hradschin. Erstaunlich wenig Menschen, keine Sicherheitskontrolle, alles sehr entspannt. Bei dem Rundgang konnten wir uns etwas bei Bier, Eis, Kaffee.... erfrischen. Der Zugang zum Veitsdom – zügig. Maske auf und es ging los , keine Wartezeit. Nun folgte noch eine Überraschung.  Die Burgkapelle in ihren schmucken roten Uniformen  marschierte auf und gab für uns ein kleines Konzert. Wenige Minuten später der Wachaufzug – alles ungeplant, aber wie bestellt.

                                                                                                                                            

Unser schwimmendes Hotel, das „Botel Admiral“, erwartete schon unseren Besuch. Wir stiegen in den kühlen Bauch zu unseren Kajüten. 

                                    

Nach eine Verschnaufpause hatte schon das Ausflugsschiff am Kai angelegt. Die Moldau rauf und runter und dabei das Abendbuffet. Ein kleines Gewitter tauchte dabei die Stadt in ein besonderes Licht .

        

  

Wieder am Botel angekommen, verbrachten wir noch einige Stunden in der Veranda unseres „Schiffes“ und genossen das besondere Flair der Goldenen Stadt.

 

Die Sonne am Sonntagmorgen weckte uns sanft auf. Ihr Glanz lag auf dem Wasser der Moldau. Im maritim ausgestattetem Restaurant wurde das Frühstück eingenommen. Es war wie auf einem Luxusliner vor 100 Jahren. Überall blitzten Schmuckstücke aus polierten Messing.  Nun hieß es leider Koffer verladen.

Unsere „Kreuzfahrt“ auf der Moldau war beendet.

Sonntag Vormittag – auf den Straßen war noch weniger Verkehr wie am Vortag.

Ein Spaziergang im Viertel „Mala Strana“ brachte uns zur Karlsbrücke. Dort hatten wir, die wahrscheinlich einmalige Gelegenheit , bei geringem Personerverkehr einen entspannten Spaziergang zu machen.

    

Unser Reiseleiter Martin, leitete unseren Bus durch viele Stadtviertel links und rechts der Moldau. Durch den Stadtteil Strachov, vorbei am großen Stadion (ehemals für 160 000 Zuschauer gebaut) ging es zum Rosengarten und zum Prager „Eifelturm“.

 

Mit der Standseilbahn und der Straßenbahn ging es weiter Richtung Altstädter Ring.

Punkt 13 Uhr – die bekannte Rathausuhr lies ihre Figuren laufen. Zu Fuß , durch fast menschenleere Gassen, zur berühmten Prager Bierstube „U Fleku“.

Nach einem guten Mittagessen und dem hauseigenen Schwarzbier galt es Abschied nehmen. Letzte Bilder von Prag glitten an dem Busfenster vorbei und 2 Stunden später war Hochkirch wieder erreicht.

Fazit: Eine Reise , die wir so nie wieder erleben werden.